Abteilung Landwirtschaftliche Betriebslehre und Produktionsökonomie

Forschungsprojekte

1. Struktur, Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit des deutschen ökologischen Ackerbaus im internationalen Kontext – Determinanten und Perspektiven (Sanna Heinze, Thünen-Institut für Betriebswirtschaft, Braunschweig)

Forschungsprojekt Breustedt

 

Der Absatz von pflanzlichen Bioprodukten hat in Deutschland in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Dieser Nachfrageanstieg spiegelt sich jedoch nur zu Teilen in der Entwicklung der heimischen Erzeugung wider. Das vorliegende Forschungsvorhaben hat zum Ziel, die Determinanten für diese unterproportionale Produktionsausdehnung des deutschen ökologischen Ackerbaus zu analysieren. 

Die Investitionsbereitschaft von Kapitalgebern stellt einen wesentlichen Antrieb für die Ausdehnung der Produktion dar. Aus diesem Grunde werden zunächst auf Basis von Länderprofilen die rechtlichen, ökonomischen und strukturellen Rahmenbedingungen der Erzeugung von und des Handels mit ökologischen Ackerprodukten in Deutschland und den osteuropäischen Hauptkonkurrenzländern hinsichtlich ihrer Attraktivität für Investoren untersucht. hier weiterlesen

2. Experimentell ökonomische Untersuchungen zur Ausgestaltung von Agrarumweltverträgen (Prof. Dr. Uwe Latacz-Lohmann)

Forschungsprojekt Latacz-Lohmann

 

Experimentelle Methoden in der Ökonomie versetzen Probanden (z. B. Studierende, Landwirte oder andere Entscheidungsträger) in komplexe Entscheidungssituationen. Je nachdem, wie sie sich entscheiden, erhalten sie eine mehr oder weniger hohe Auszahlung.

Viele Entscheidungssituationen, denen sich Landwirte gegenübersehen, sind so komplex, dass sie sich nicht mehr mit realistischem Aufwand modellieren lassen. In solchen Situationen kann die experimentelle Ökonomie Einblicke in das Entscheidungsverhalten von Landwirten bieten. hier weiterlesen

3. Empirische Analyse der Akzeptanz prozessbezogener Qualitätsanforderungen in der Milchproduktion (Julia Schreiner)

FP Schreiner
 

Die Intensivierung des Wettbewerbs in der Milchwirtschaft, sowie die stetig wachsenden Anforderungen seitens des Handels, der Verbraucher und der Politik im Bereich der Nachhaltigkeit stellen milcherzeugende Landwirte vor neue Herausforderungen.

Prozessbezogene Qualitätsanforderungen, wie der Verzicht von gentechnisch veränderten Futtermitteln oder auch die Einführung von tierwohlverbessernden Maßnahmen werden stehen in der öffentlichen Diskussion. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist die Akzeptanz der Anforderungen auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette ausschlaggebend. Vor diesem Hintergrund ist die Untersuchung der Übernahmebereitschaft seitens der Landwirte von wesentlicher Bedeutung. hier weiterlesen

4. Bestimmungsfaktoren der Landpachten und Kaufwerte landwirtschaftlicher Nutzflächen (Solveigh Hennig)

Forschungsprojekt Henning
 

Auf den landwirtschaftlichen Bodenmärkten ist seit einigen Jahren eine sehr dynamische Entwicklung zu beobachteten. Da Boden die Basis der Primärproduktion landwirtschaftlicher Betriebe darstellt, haben dessen Pacht- und Kaufpreise einen maßgeblichen Einfluss auf das verfügbare Einkommen der aktiven Landwirte.

Darüber hinaus ist die lokale Verfügbarkeit landwirtschaftlicher Flächen zu angemessenen Preisen für viele wachstumswillige Betriebe zu einem beschränkenden Faktor geworden und hat damit direkten Einfluss auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft. hier weiterlesen

5. Strukturwandel auf Betriebszweigebene (Carolin Rosenau)

Forschungsprojekt Mees

 

Der Strukturwandel lässt sich auch als Summe vieler Einzelentscheidungen der relevanten Akteure -der Landwirte- über die Struktur ihrer Betriebe beschreiben.

Der landwirtschaftliche Betrieb steht bei Wachstumsentscheidungen vor der Wahl, in welchem Betriebszweig er wachsen möchte und wenn er wächst, wie stark er in diesem wächst. hier weiterlesen

6. Energie- und Treibhausgaseffizienz landwirtschaftlicher Betriebe in Deutschland (Patrick Wettemann)

Forschungsprojekt Wettemann

 

Umwelt- und Klimaschutz und ein effizienter Einsatz von Ressourcen gehören zu den derzeit bedeutsamsten wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Zielen. So werden auch landwirtschaftliche Betriebe in zunehmendem Maße mit der Abwägung von einerseits der möglichst profitablen und andererseits der möglichst energiesparenden und klimaschonenden Produktion von landwirtschaftlichen Erzeugnissen konfrontiert. hier weiterlesen

7. Kompensation externer Effekte der Energiewende-Präferenzen betroffener Bevölkerungsgruppen beim Ausgleich von Windparks und Stromtrassen (Ruben Dehning)

FP Dehning

 
Die im Nachgang der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 von der Bundesregierung beschlossene Energiewende bringt Schleswig-Holstein eine Schlüsselrolle ein. Das Land zwischen den Küsten ist Gunststandort für die Windkraft, welche im derzeitigen Energiemix den kostengünstigsten regenerativen Strom bereitstellt. Der weitere Zubau von Windparks hierzulande macht darüber hinaus den Stromtransfer in die bevölkerungs- und industriereichen Ballungsräume des Südens und Westens der Republik erforderlich. Der Vollzug der Energiewende geht also mit bedeutenden Eingriffen in das bestehende Landschaftsbild einher. hier weiterlesen