Abteilung Landwirtschaftliche Betriebslehre und Produktionsökonomie

7. Kompensation externer Effekte der Energiewende-Präferenzen betroffener Bevölkerungsgruppen beim Ausgleich von Windparks und Stromtrassen (Ruben Dehning)

FP Dehning

 
Die im Nachgang der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 von der Bundesregierung beschlossene Energiewende bringt Schleswig-Holstein eine Schlüsselrolle ein. Das Land zwischen den Küsten ist Gunststandort für die Windkraft, welche im derzeitigen Energiemix den kostengünstigsten regenerativen Strom bereitstellt. Der weitere Zubau von Windparks hierzulande macht darüber hinaus den Stromtransfer in die bevölkerungs- und industriereichen Ballungsräume des Südens und Westens der Republik erforderlich. Der Vollzug der Energiewende geht also mit bedeutenden Eingriffen in das bestehende Landschaftsbild einher. hier weiterlesen


Forschungsleitfrage meines Promotionsprojektes ist, wie sich durch Windparks und Stromtrassen betroffene Anwohner nutzenneutral für die zu akzeptierende Landschaftsbildbeeinträchtigung entschädigen lassen.

Die derzeitige Kompensationspraxis sieht i.d.R. Ersatzgeldzahlungen für Landschaftsbildbeeinträchtigungen durch Mastbauten vor, deren Höhe per Erlass festgelegt wurde. Diese Gelder werden Naturschutzzwecken zugeführt.

Mittels Choice Experimenten wird versucht, für die betroffenen Menschen angemessene Entschädigungssätze sowie deren präferierte Mittelverwendung abzuleiten.

 

Photo by DAVID ILIFF. License: CC-BY-SA 3.0