Abteilung Landwirtschaftliche Betriebslehre und Produktionsökonomie

3. Empirische Analyse der Akzeptanz prozessbezogener Qualitätsanforderungen in der Milchproduktion (Julia Schreiner)

FP Schreiner
 

Die Intensivierung des Wettbewerbs in der Milchwirtschaft, sowie die stetig wachsenden Anforderungen seitens des Handels, der Verbraucher und der Politik im Bereich der Nachhaltigkeit stellen milcherzeugende Landwirte vor neue Herausforderungen.

Prozessbezogene Qualitätsanforderungen, wie der Verzicht von gentechnisch veränderten Futtermitteln oder auch die Einführung von tierwohlverbessernden Maßnahmen werden stehen in der öffentlichen Diskussion. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist die Akzeptanz der Anforderungen auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette ausschlaggebend. Vor diesem Hintergrund ist die Untersuchung der Übernahmebereitschaft seitens der Landwirte von wesentlicher Bedeutung. hier weiterlesen

Welche unterstützenden Maßnahmen eine Molkerei ihren Milcherzeugern bieten kann, um einen Verzicht auf gentechnisch-veränderte Futtermittel zu motivieren, welche Innovationen bzw. Maßnahmen, die das Wohl der Milchkühe verbessern, seitens der Landwirte akzeptiert werden und welche Kompensation für die Übernahme erwartet wird sind dabei zentrale Fragen. Zusätzlich soll auch die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher für Milchprodukte, die den beschriebenen Anforderungen im Bereich Tierwohl gerecht werden, abgeleitet werden.

Mittels diskreter Choice Experimente werden die Determinanten komplexer Entscheidungsprozesse identifiziert und bieten für Molkereien und politische Akteure Informationen, die die Durchsetzung von Anforderungen in einen realistischen Rahmen rücken und damit zu einer erhöhten Akzeptanz führen sollen.